Produktidentität und Rückverfolgbarkeit

Ein sehr großes Problem für alle Unternehmen mit einem eigenen Markenprodukt ist der illegale Handel mit Marken- und Produktfälschungen. Dieser hat erhebliche negative Folgen für alle Markenhersteller, neben den großen Umsatzeinbußen kommt es auch zu einem beträchtlichen Imageschaden, weil Kunden, die gekauften Produktfälschungen für Originale halten und die minderwertige Qualität (Materialien, Montage etc.) dem originalen Markenhersteller zuschreiben und daraufhin das Vertrauen in diese Marke verlieren.

Schätzungen gehen davon aus, dass europaweit jährlich ca. 100 Millionen Fälschungen beschlagnahmt werden. Gefälschte Produkte haben inzwischen einen Anteil von 5 bis 9 Prozent am Welthandel, was laut OECD ein Handelsvolumen von 450 Milliarden Dollar bedeutet. Seit je her, suchen daher alle große Markenhersteller nach einer sicheren Lösung, um Produktfälschungen zu verhindern, die Identifizierung der Produkte zu verbessern und die Herkunft eines Produktes fälschungssicher dem Verbraucher gegenüber belegen zu können.

Um die Identität des eigenen Produktes für den Verbraucher ersichtlich zu machen, wurden in der Vergangenheit immer zusätzliche Merkmale (Etikette, Hologramme etc.) auf oder an dem Produkt selbst hinzugefügt. Diese eindeutigen Merkmale mussten deutlich sichtbar und schwer zu replizieren sein, zudem sollten diese Merkmale die Replizierung des Produkts so teuer wie möglich machen, um das Fälschen selbst finanziell unattraktiv zu machen. Aufgrund des technologischen Fortschritts mit der einhergehenden Kostenreduzierung für den Erwerb von industriellen Druckern und hochwertigen technologischen Geräten, die zum Reproduzieren von Etiketten, Hologrammen, RFID-Tags und anderen Elementen benötigt werden, ist diese Vorgehensweise obsolet geworden. Die Markenhersteller möchten keine teuren Lösungen für die Erstellung zusätzlicher Merkmale mehr einsetzen, die in Kürze unwirksam werden könnten.

Zudem ist aus der Sicht des Verbraucherschutzes auch die Rückverfolgbarkeit eines Produktes ein fundamentaler Aspekt zur Wahrung der Produktsicherheit. Viele Medikamenten- oder Lebensmittelskandale der Vergangenheit beruhten auf betrügerischen Verfälschungen zur Vortäuschung einer höheren Qualität, beispielsweise durch die Zumischung minderwertiger oder gar verbotener Stoffe. Gerade in diesen Branchen entstehen für Verbraucher immer wieder erhebliche gesundheitliche Risiken, es gab sogar Vorfälle in dem Krebspatienten ein gefälschtes Medikament bekamen, in dem der benötigte Wirkstoff überhaupt nicht vorhanden war.

 

Fazit:

Ein Identitäts- und Herkunftsnachweis für alle Arten von Produkten ist für Unternehmen und Verbraucher gleichermaßen wichtig. Alle bisherigen Systeme konnten manipuliert bzw. gefälscht werden, zudem ist die fortschreitende Globalisierung eine weitere Herausforderung, mit Kleinstaaterei lasst sich dieses globale Problem nicht nachhaltig lösen. Die IF möchte mit ihrer Technologie das Rückgrat für verschiedene digitale Lösungen sein, alle benötigten Zutaten sind vorhanden, Open-Source und können von jedem erforscht und genutzt werden.