Der IOTA Token

Der IOTA Token ist eine digitale Währungsform (Kryptowährung) und wird für den Wertetransfer innerhalb des IOTA-Netzwerks benötigt. Für viele Anwendungen ist der IOTA Token zwingend erforderlich, beispielsweise Oracle Rewards, Bezahlung von Dienstleistungen oder monetäre Vergütung beim Datenhandel. Dass man bei den sogenannten Exchanges nicht IOTA, sondern MIOTA bekommt, liegt daran, dass nicht einzelne IOTA gehandelt werden, sondern immer MIOTA (= 1 Millionen IOTA). Diese Form der Währung macht IOTA besonders interessant für Mikro-/Nanotransaktionen, da hier somit auch die kleinsten Beträge bezahlt werden können.

Die maximale Token Anzahl ist 2.779.530.283 MIOTA, alle Token wurden beim ICO ausgegeben und befinden sich Umlauf. Auch die Founder mussten sich Token von ihrem privat Vermögen selber kaufen. Die IOTA Foundation hat durch das ICO ca. 500.000 Euro eingenommen und zusätzlich nach dem ICO, Spenden von insgesamt 5% aller ausgegebenen Token erhalten. Die Spenden kamen aus der Industrie, aber auch von Privatpersonen aus der Community.

 

IOTA Einheiten System

KI Kilo IOTA 1000 IOTA 0,001 Mi Eintausend IOTA
Mi Mega IOTA 1000.000 IOTA 1 Mi Eine Millionen IOTA
Gi Giga IOTA 1000.000.000 IOTA 1000 Mi Eine Milliarde IOTA
Ti Tera IOTA 1000.000.000.000 IOTA 1000.000 Mi Eine Trillionen IOTA
Pi Peta IOTA 1000.000.000.000.000 IOTA 1000.000.000 Mi Eine Quardrillionen IOTA

 

Wird der IOTA-Token überhaupt benötigt?

Es gibt Leute die behaupten, dass die eigentliche Innovation der “Tangle„ sei und der IOTA-Token nutzlos ist, man könnte die Daten ja auch mit Bitcoin bezahlen. Nachdem wir ein dummes Gesicht gemacht haben, lassen wir uns mal auf dieses Gedankenspiel ein und spielen dieses Szenario grob durch. Wie würde eine Bezahlung für Daten aus dem Tangle mit Bitcoin ablaufen?

Ich beschreibe den problematischen Ablauf mit zwei getrennten Systemen (Tangle/Blockchain) nur ganz grob und ignoriere dabei die Bitcoin Transaktionskosten, die fehlende Automation, die fehlende Daten-Zugriffsverwaltung usw.. Die Probleme fangen schon damit an, dass sich bei einen Datenhandel der Verkäufer und Käufer zunächst auf einen zu zahlenden Betrag einigen müssen, anschließend müssten Bitcoin Adressen ausgetauscht werden, da der Käufer die Daten bezahlen möchte und der Verkäufer die Bezahlung dem richtigen Käufer zuordnen muss. Erst wenn der Bezahlvorgang mit der Bitcoin Transaktion abgeschlossen ist, kann dem Käufer Zugriff auf die gekauften Daten gewährt werden. Dieser Ablauf mag für einen einmaligen Kauf, eines einzelnen Datenpakets noch irgendwie über eine Art Marktplatz klappen, aber spätestens, wenn beispielsweise Sensoren tausende von Messdaten austauschen, ist diese Art des Handels nicht mehr möglich. Der Zeit-Stempel (timestamp) jeder einzelnen Datentransaktion im Tangle müsste Systemübergreifend mit der Bitcoin-Transaktion abgeglichen werden, dies ist mit der Bitcoin Blockchain aber überhaupt nicht möglich, da hier die Zeit-Stempelung mit einer Genauigkeit von bis zu 2 Stunden beschrieben wird. Ein Blockchain Zeit-Stempel mit einer 2 Stunden Genauigkeit ist für die Maschinen Wirtschaft vollkommen ungeeignet, hier fallen Transaktionen im Sekundentakt an.

Fazit: Nur bei einem System, indem sich Datentransaktionen direkt mit Wertetransaktionen koppeln lassen, ist die komplette Ereigniskette des Datenhandels korrekt nachvollziehbar, der IOTA-Token spiegelt den (potenziellen) Wert wieder, der durch die Datentransaktion erzeugt wurde. Daher würde es überhaupt keinen Sinn ergeben, wenn ausschließlich die IOTA Datentransaktionen genutzt werden, aber die Bezahlung dieser Daten außerhalb des IOTA Protokolls stattfindet.

 

 

Warum sollte der Preis der Token steigen?

IOTA erschafft ein völlig neues Ökosystem, in diesem können die verschiedensten Serviceleistungen angeboten oder gekauft werden, daher werden unter anderem folgende Punkte für eine Preissteigerung der Token sorgen.

1)   Angebot und Nachfrage, diese wird mit zunehmenden realen Anwendungsfällen im IoT stark steigen. Bitte bei den folgenden Beispielen immer im Hinterkopf behalten, dass schon in wenigen Jahre lt. Prognosen über 50 Milliarden Geräte vernetzt sein werden und Trillionen von Transaktionen durchführen werden. 

  • Qubic – Geräte bezahlen oder erhalten für Rechenleistung bzw. Speicherkapazität Iota-Token
  • Oracle - jeder Betreiber wird für seine ehrlichen Daten (Sensoren, etc.) mit Iota-Token bezahlt
  • Der Token ist endlich, es gibt eine maximale Anzahl von 2.779.530.283 MIOTA, nur eine Komma Verschiebung wäre in Zukunft möglich. In diesem Fall würde jeder derzeitige Eigentümer immer noch den gleichen Anteil am Gesamtwert besitzen, aber die Beträge können nun in kleinere Einheiten aufgeteilt werden.
  • Der angestrebte Protokollstandard für M2M Bezahlungen in der Industrie 4.0 wird angenommen 
  • Maschinen oder Geräte bezahlen sich autonom untereinander für Dienstleistungen (Maschinen-Ökonomie)
  • Smart Mobility - Sharing Konzepte, Verbundtickets (einmal bezahlen und mehrere Verkehrsmittel nutzen),
  • Car-Wallets ermöglichen eine Vielzahl von autonomen Dienstleistungen.
  • Datenmarktplätze – Kauf bzw. Verkauf von Daten gegen Iota-Token (Bsp. SeMarket 4.0 mit eCl@ss od. Telco Asset Marketplace)
  • Gebührenfreie Micro/Nano Bezahlung ist nur mit dem IOTA-Token möglich, es existiert derzeit keine vergleichbare Technologie (Sharing, Streaming, Bezahlung nach Datenpunkten)
  • Iota-Token als Währung in Spielen, siehe Paracosm Plattform
  • Smart Cities - hier könnte für sämtliche Service Leistungen mit Iota-Token bezahlt werden.
  • Siehe auch, mögliche Anwendungsgebiete wie „Revolutionierung der Finanzen
  • Bee-Nodes werden in Verbindung mit IXI-Modulen Service Leistungen gegen Iota-Token anbieten können
  • Für das weiterleiten von Transaktionen zwischen Bee-Clustern müssen evtl. Gebühren bezahlt werden.
  • Trinity Wallet 2.0 bekommt die Funktion eines Messengers mit Bezahlfunktion“, der Nutzer soll mit Kryptowährungen so einfach umgehen können, wie beim Versenden von Textnachrichten oder beim Scannen eines QR-Codes.
  • Trinity Wallet 2.0 wird Drittanbieter-Module zulassen, neben dem einfacheren und schnelleren Kauf/Verkauf von Miota, wird dies auch Umtausch-Transaktionen von EUR / Miota in Echtzeit ermöglichen (Modul mit Banklizenz und direkter Bankverbindung). Eine Bank, die diesen Echtzeit-Service anbieten würde müsste immer einen großen Vorrat an IOTA Token halten.
  • Usw. usw. es werden etliche neue Ideen und Geschäftsfelder im neuen IOTA Ökosystem entstehen und den Iota-Token als Wertetransfer nutzen.

 

2)   Spekulation, wenn die ersten realen Anwendungen laufen, wird IOTA in der Öffentlichkeit bzw. bei den Investoren in den Fokus rücken, dann wird die reine Phantasie und die Gier der Investoren den Preis treiben (siehe Tesla).

 

3)   Wertetransfer (Wertspeicherung), warum sollte sich der IOTA-Token nicht als alternative reine Währung durchsetzen können? Mit den steigenden Anwendungsfällen und der steigenden Akzeptanz aus der Industrie oder mit der Implementierung als Bezahlfunktion in Smart Cities, Shops, Games, etc.  ist der Schritt kleiner als viele denken.

 

 

 

Kann die max. Token Anzahl erhöht werden?

Für das IOTA Ökosystem war und ist es wichtig, eine hohe Anzahl an Token zur Verfügung zu haben, da sie für Mikrobezahlungen zwischen Maschinen genutzt werden sollen und dafür sind hohe Preise pro Token eher hinderlich. Sollte es in ferner Zukunft, durch eine sehr hohe Nachfrage, nötig sein, die maximale Anzahl der Token zu erhöhen, so ist dies möglich.

Warum ist dies möglich?

Das Wertefeld in einer Transaktion ist 81 Trits lang, von denen 33 Trits aktuell verwendet werden. Es werden genau 33 Trits verwendet, weil festgelegt wurde, dass die aktuelle max. supply die maximale positive Anzahl ist, die mit 33 Trits im balanced ternary dargestellt werden kann, was genau (3^33 - 1) / 2 oder 2.779.530.283.277.761 ist.

Da 81 Trits für das Wertfeld reserviert wurden, kann bei Bedarf das max. Supply auf (3^81 - 1) / 2 erhöht werden. In diesem Fall würde jeder derzeitige Eigentümer immer noch den gleichen Anteil am Gesamtwert besitzen, aber diese Beträge können nun in kleinere Einheiten aufgeteilt werden. Beispiel: Wer vor der Erhöhung 1.000,000 Miota in der Wallet hatte, der hat nach der Erhöhung 1.000,000,000 Miota in der Wallet, nichts ändert sich am gesamt Wert, aber man jetzt kleinere Einheiten, als vorher.

Warum sollte in Zukunft eine Erhöhung der max. Token Anzahl notwendig werden?

Schon in wenigen Jahren erwarten Experten über 50 Milliarden Geräte im IoT, stellen Sie sich vor, wie diese sich gegenseitig für Dienstleistungen mit kleinen Beträge per IOTA-Token bezahlen. Derzeit ( Sep'19) gibt es etwa 2,78 Milliarden Miota zu etwa 23 Cent pro Miota. Jetzt stellen Sie sich vor, dass ein Großteil dieser IoT-Geräte im Durchschnitt den Gegenwert von 1 USD an Iota enthält um Liquide zu sein. Dieses Szenario bedeutet, dass es keinen Zweifel daran geben kann, dass der Iota-Preis aufgrund von Knappheit steigen muss, was auch bedeutet, dass zu gegebener Zeit, eine Aufteilung in kleinere Einheiten notwendig werden kann, um weiter expandieren zu können.

 

 

 

Quellen: iota.org

https://medium.com/coinmonks/the-value-of-zero-1ff17a4b733f