Gründungsgeschichte

Hier versuche ich, so gut es geht, die Gründungsgeschichte der IOTA Foundation zu beschreiben. Die Ausführungen sollen nicht zu detailliert werden und nur die wichtigsten Ereignisse, aller vier Gründer und deren Lebenslauf in den relevanten Jahren aufzeigen.

 

Falls jemand zusätzliche relevante Informationen besitzt, bitte melden, damit ich ein möglichst komplettes Bild bekomme. Beispielsweise habe ich nicht rausbekommen, wie alle vier Gründer in Kontakt gekommen sind. (S.Ivancheglo und S.Popov haben sich im Bitcointalk Forum kennen gelernt, mehr weiß ich leider nicht)

 

Die vier Gründer sind:

David Sønstebø,

lebt derzeit in Drammen und Umgebung in Norwegen, er Ist laut eigenen Angaben auf LinkedIn ein Serienunternehmer mit einer Leidenschaft für jede Art von Technologie, die den menschlichen Fortschritt vorantreiben kann und er beschäftigt sich intensiv mit dem Internet-der-Dinge, verteilten Ledger-, Blockchain-, Tangle-Technologien, Smart Cities, digitaler Identität, eGovernance und innovativem Hardwaredesign.

Sergey Ivancheglo,

ist gelernter Elektrotechniker und Software-Entwickler, derzeit lebt der Multimillionär mit seiner Frau in der weißrussischen Hauptstadt Minsk. Sergey fühlt sich in der Entwicklung von Kryptowährungen zuhause. In der Scene wird er als "Visionär und Genie, das seiner Zeit voraus ist" bezeichnet, dies bleibt natürlich abzuwarten. Sein Charakter wird allgemein als schwierig bezeichnet, da ich ihn persönlich nicht kenne, erlaube ich mir darüber kein Urteil und gehe auch nicht weiter darauf ein.

Dominik Schiener,

wohnt derzeit in Berlin und ist laut eigenen Angaben auf LinkedIn ein leidenschaftlicher und aufstrebender Unternehmer. ER arbeite derzeit an mehreren Projekten, die die Blockchain und den Smart Contract nutzen, um neue und sozial wirksame Anwendungen zu erstellen. Er ist besonders an neuen Governance-Lösungen interessiert, die sowohl kollektive Intelligenz als auch neue Technologien nutzen, um effizientere, billigere und transparentere Systeme zu schaffen.

Serguei Popov

ist Professor der Mathematik an der "University of Campinas" in Brasilien. Sein Schwerpunkt in der Mathematiker liegt in der Wahrscheinlichkeitsrechnung und Stochastik. Wer sich seine Publikation (IOTA Whitepaper) "The tangle" anschauen möchte, kann dies hier tun: http://www.descryptions.com/Iota.pdf

 

 

Historie:

2012

  • D.Sønstebø arbeitet seit Anfang 2012 hauptberuflich im Blockchain und IoT-Bereich.

 

  • S.Ivancheglo entwickelt die "Proof-of-Stake" Technik der Kryptowährung Peercoin maßgeblich weiter, er nennt es "Full PoS". 
  • Im September postet S.Ivancheglo im Bitcointalk Forum unter dem Pseudonym BCNext die ersten Ideen zu Qubic, damals sprach er von einem Quorum-Based Coin, mit unter anderem folgenden Eigenschaften: Keine Gebühren, kein Datendownload von einer Blockchain, jeder Miner darf nur einen Bruchteil des Qubic-Netzwerks abwickeln, Geldtransfer in Qubic sollen viel schneller sein als in Bitcoin, Qubic ist umweltfreundlicher, da nicht viel Strom benötigt wird. Das hört sich schon irgendwie nach einer Vorstufe zu IOTA an.

 

  • Als gelangweilter 14-jähriger aus einem 800 Seelen Dorf in Südtirol, hackte D.Schiener seinen Call-of-Duty Account in der Weltrangliste auf Platz 1 und begann seine Hacks per PayPal an andere User zu verkaufen.
  • D.Schiener gründet im Mai als Geschäftsführer das Affiliate Marketing-Netzwerk „Fileyy.com“.

 

2013

  • S.lvancheglo veröffentlicht in einem Blog, eine Hypothese namens "Economic Clustering".
  • S.Ivancheglo erschafft die Kryptowährung Nxt inkl. mit dem von ihm verbesserten Konsensmechanismus "Proof-of-Stake". Neben der Währung dient Nxt auch als dezentraler Marktplatz für den Handel, über einen Messenger und die Möglichkeit, eigene Anwendungen auf der Plattform entwickeln zu können. Trotz seiner fortschrittlichen Technologien konnte sich Nxt nicht nachhaltig auf dem Kryptomarkt durchsetzen.

 

  • Prof. S.Popov interessierte sich im Bitcointalk Forum besonders für Nxt und machte im Forum mit Überschlagsrechnungen bezüglich der Nxt-Blockchain auf sich aufmerksam. Dadurch kam er zum ersten Mal mit Sergey Ivancheglo alias BCNext in Kontakt. Bis heute ist Serguei mit den theoretischen Aspekten des Tangle beschäftigt, hier kann er sein persönliches Wissen in der Mathematik und der Wahrscheinlichkeitsrechnung sehr gut einbringen.

        

2014

  • S.Ivancheglo schrieb das erste Mal öffentlich, dass zur Realisierung von Qubic eine auf einem ternären Prozessor (JINN) basierende Lösung benötigt würde.

 

  • D.Sønstebø und S.Ivancheglo gründen zusammen das Startup „JINN Labs“. Das Startup hat das Ziel einen neuen ternär basierenden Mikroprozessor für das Internet der Dinge und verteiltes Rechnen zu entwickeln, es geht grob darum, dass Computer ihre Rechenleistung effizient über das Internet der Dinge austauschen können.

 

  • D.Schiener verließ als 16-jähriger das Elternhaus und zog nach Zug in der Schweiz um als Jungunternehmer mit Werbung im Internet Geld zu verdienen.
  • D.Schiener gründet im Juni als Co-Founder, die FIAT / Krypto-Wechselstube „Bithaus GmbH“.
  • D.Schiener gewann die Innovation Challenge der Handelskammer Bozen mit dem Projekt "intelligenter Pflanzen". Der Preis bestand aus einem Rasbery-Pi und mehreren Sensoren (Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Bodenfeuchtigkeit), die wichtige Daten nachverfolgen und diese direkt an den Eigentümer der Anlage liefern und diese benachrichtigen, wenn die Pflanze bewässert werden muss. Nach der Challenge erstellte er ein Tutorial, um anderen zu helfen, ein ähnliches, nützliches Produkt zu erstellen.

 

2015

  • S.Ivancheglo enthüllt im Oktober IOTA (wieder im Bitcointalk-Forum). IOTA sei notwendig, damit JINNs Visionen Wirklichkeit werden und andere Coins nicht für Massen-Mikrotransaktionen im Internet of Things geeignet sein, was für den Markt für JINN-betriebene Geräte eine Voraussetzung ist".

 

  • D.Schiener verlor 100.000 Euro bei einem ersten sogenannten Bitcoin-Crash.
  • D.Schiener gründet im März als Co-Founder die „Finhaus Ltd.“ in London

 

  • Der Start für das IOTA-Crowdsale wurde für den 25. November um 14:00 Uhr UTC angekündigt.
  • Gründung des Startup IOTA in Berlin, David Sønstebø, Sergey Ivancheglo, Dominik Schiener und Serguei Popov sind die vier Gründer.

 

2016

  • D.Schiener ist im Januar zusammen mit John Freeman der Gewinner des zu derzeit größten Blockchain Hackathons in Shanghai mit dem Thema „CargoChain“, einer Blockchain basierende internationale Handelsplattform insbesondere für die Schifffahrt. Die Handelsplattform bietet allen beteiligten eine zentrale Anlaufstelle für alle anfallenden Dokumente (Zoll, etc.), diese werden überprüft und in eine Blockchain geladen, anstatt diese per Post zu versenden, das ist effizienter, spart Versandzeit und Kosten. Der Gewinn bestand aus umgerechnet 30.000 Euro in Krypto-Token, welcher wie wir Wissen in Laufe der Zeit stark aufwerteten. Mit dem gleichen Projekt gewinnt er die FinTech Challenge der Emirates National Bank of Dubai in der Kategorie: Technologie. Zudem belegte er im Mai den zweiten Platz bei der GTEC Blockchain Challenge, mehr als 100 Startups hatten sich für den Wettbewerb beworben. Der Preis war ein Scheck in Höhe von 15.000 € sowie Zugang zu GTEC.berlin. 
  • D.Schiener zieht nach Berlin um und fängt an wichtige Partner für IOTA zu gewinnen.

 

2017

  • Am 3. Juni wurde von der IOTA Foundation Q (Qubic) angekündigt, hier schließt sich der Kreis zu den ersten Gedanken im Jahr 2012.
  • Am 3. November erfolgte die Anerkennung als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts. Mit der offiziellen Anerkennung der IOTA Foundation als erste deutsche rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts durch die Berliner Stiftungsaufsicht existiert nun die erste Stiftung, die auf einer Kryptowährung basiert. Die IOTA Foundation ist als gemeinnützige Stiftung errichtet worden, die zum Zwecke der Förderung von Wissenschaft und Forschung und der Bildung insbesondere die IOTA-Technologie und die Distributed-Ledger-Technologie weiterentwickeln soll. Dadurch wird IOTA eine beispiellose Legitimität für die Zusammenarbeit mit zukunftsweisenden Organisationen des öffentlichen und privaten Sektors und Forschungspartnern auf der ganzen Welt erhalten.

 

2018

  • S.Ivancheglo gründet mit weitern Foundern aus der IT-Branche die Paracosm-Unternehmensgruppe. Die Cross-Realität Spiele Plattform ist ein beeindruckendes Projekt, an dem viele talentierte Entwickler beteiligt sind und mit dem sich S.Ivancheglo ein Kindheitstraum erfüllen möchte. Ein digitales Universum zu erschaffen, mit faszinierende Welten, die sich in verschiedene Realitäten verschmelzen lassen. Zitat S.Ivancheglo: "Das vierte Jahrzehnt meines Lebens war der Entwicklung von verteilten Ledgern gewidmet. Bald beginnt das fünfte Jahrzehnt meines Lebens. Vor langer Zeit entschied ich mich, dieses Jahrzehnt meinem Traum zu widmen, eine global geteilte Illusion in VR zu konstruieren." In der Entwicklungsphase wird Hyperledger als temporäre Lösung eingesetzt, bevor alle Funktionen der Plattform mit der vollständigen Verbindung zum Tangle angeboten werden können.

 

2019

  • Am 28.Mai verkündet die IOTA Foundation die Lösung des "Skalierbarkeitstrilemmas" und die Pläne für die Entfernung des Koordinators.
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