Das Internet der Dinge (Internet of Things = IoT)

Das Internet der Dinge (IoT) bezieht sich auf den Einsatz von intelligent vernetzten Geräten, Systemen und Alltagsgegenständen zur Nutzung von Daten. In Zukunft sollen Dinge untereinander vernetzt sein und Daten über das Internet austauschen, selbst Fahrzeuge und Gebäude sollen mit einbezogen werden. Das zukünftige IoT wird ein großes digitales Ökosystem mit weitreichenden Möglichkeiten erschaffen.

Experten erwarten, dass mit dem Technologischem Fortschritt es zu einem exponentiellen Wachstumsschub kommt und sich das IoT in den kommenden Jahren rasch ausbreiten wird, schon in wenigen Jahre sollen lt. Prognosen bereits über 50 Milliarden Geräte vernetzt sein.

Das zukünftige IoT wird eine neue Dimension von Dienstleistungen freisetzen, die das Potenzial haben, die Lebensqualität der Verbraucher nachhaltig zu verbessern. Es wird effizientere Lösungen für viel Bereiche des täglichen Lebens liefern und Einfluss auf Energieversorgung, Bankenwesen, Verkehr, Verwaltung, Sicherheit, Gesundheit, Bildung und viele andere Aspekte des täglichen Lebens nehmen.

Für Unternehmen kann das IoT, Chancen auf völlig neue Geschäftsfelder eröffnen, durch die zukünftig möglichen „Maschine zu Maschine“ Bezahlungen (M2M), werden viele Geschäftsprozesse völlig automatisiert und ohne menschliches Zutun ablaufen. Das meist zitierte Beispiel ist wohl das Auto, dass seine Parkzeit im Parkhaus selbstständig abrechnet oder den Strom an der E-Säule, automatisch aus der im Auto integrierten wallet abrechnet.

Mit den neuen sich ergebenden Technologischen Möglichkeiten, entsteht ein gigantischer Wachstumsmarkt und das wirtschaftliche Potenzial des „Internet der Dinge“ ist riesen groß, Experten sprechen sogar von einem Billionen Markt. 

 

IoT Einsatzmöglichkeiten in der Industrie

Automobilindustrie: Großflächige Automatisierungslösungen, automatisierte Robotersysteme und Überwachung von Fertigungsanlagen könnten realisiert werden.

Maschinen und Anlagenbau: Ein „pay per use“ Angebot für Produktionsanlagen wäre möglich, dabei treten Nutzer als Anwender und Anbieter zugleich auf. Fernwartung und Fernüberwachungssystemen in der Produktion können vom IoT profitieren. Fernwartung und Fernüberwachung meint hier, dass man einen kompakten Überblick dazu hat, was gerade wo passiert, wo es Probleme gibt oder wo sich welche anbahnen. Zum Teil kann darauf auch automatisiert reagiert werden.

Elektro- und Elektronik-Industrie: Die große Modellvielfalt und die immer kleineren Losgrößen (auch in der Prototypenfertigung) verlangen flexiblere Produktionsanlagen bei der Elektronikherstellung. Dies lässt sich beispielsweise durch eine IoT-gesteuerte und vollautomatische Umrüstung der Anlagen erreichen. Auch hier wäre ein „pay per use“ Angebot denkbar.

Metallindustrie: Im metallverarbeitenden Gewerbe geht es oftmals um Nanometer. Industrial-IoT könne hier helfen, die Produktion nachhaltiger und präziser zu gestalten um Fehler zu vermeiden oder diese ggf. auch zu dokumentieren. Hierzu gehört zum Beispiel der Einsatz von visuellen Überprüfungssystemen mit der Möglichkeit die Daten zu speichern.

Anderes verarbeitendes Gewerbe: Die Logistik stellt generell im verarbeitenden Gewerbe einen großen Kostenfaktor dar. Durch das digitale Tracken von Produktionsfaktoren, kann die Effizienz erheblich gesteigert werden.

Versorger (Strom, Wasser, Gas): Für Energieversorger ist die Fernwartung und Fernüberwachung von Windrädern oder ähnlichen Energie produzierenden Anlagen wichtig. Der IoT-Einsatz führt bei der Versorgung von der Produktion bis zum Endverbraucher, zu großen Effizienzsteigerungen.

Land- und Forstwirtschaft, Baugewerbe: Im Agrarsektor wird viel Sensorik verwendet, um in Echtzeit Daten über Bodenbeschaffung und Viehbestand zu erhalten. Das Baugewerbe arbeitet mit einer digitalen Überwachung von Prozessen auf Großbaustellen.